3          Junge Menschen wahrnehmen

Leitend für die Arbeit der OKJ sind die Interessen, Anliegen, Bedürfnisse und Fähigkeiten von jungen Menschen. Sie bilden die Ressource der OKJ und fordern diese gleichzeitig heraus, der Ganzheitlichkeit der jungen Menschen so auf die Spur zu kommen, dass die OKJ ihrem Auftrag und ihrem Grundanliegen gerecht werden kann. Dafür ist es notwendig, junge Menschen aus verschiedenen Perspektiven in ihrem Dasein wahr- und ernstzunehmen.

Verschiedene Perspektiven zu kennen ist eine wichtige Grundlage dafür, junge Menschen in ihrer Komplexität zu verstehen. Die OKJ lehnt ein fertiges Konzept eines Menschenbildes von jungen Menschen für ihre Arbeit ab.[1] Vielmehr lädt die OKJ zu Auseinandersetzungen mit verschiedenen Perspektiven ein, um in den Begegnungen und im Teilen der Lebens- und Glaubenswelten auf Augenhöhe jene Einzigartigkeit junger Menschen kennenlernen zu können, welche die OKJ inspiriert und beseelt.

Die Auswahl nachfolgender Perspektiven soll beispielshaft[2] aufzeigen, wie einzelne Aspekte zu einem realistischen Bild von jungen Menschen beitragen können.

Bildschirmfoto 2020 11 27 um 143708

 

[1] «Das Bilderverbot (Ex 20,4) schützt die Bestimmung u. Würde des M. Liebe bedeutet für Max Frisch, sich kein Bild zu machen. Die Liebe kommt nach B. Brecht ohne Entwurf nicht aus. Ein Entwurf ist aber kein Bild, sondern Fragment, Spur, Hoffnung. Die Rede von «M.-Bildern» ist. krit. zu hinterfragen. Zum Bild gehört das Zerbrechen des Bildes.» Quelle: Lexikon der Religionspädagogik

[2] Verweis darauf, dass die Liste und Ausführungen nicht abschliessend sind.