4.5      Synodale Jugendpastoral

«Die Jugendpastoral kann nur synodal sein, das heisst, einem ‹gemeinsamen Vorangehen› Gestalt geben.» (CV 206)

Für die OKJ bedeutet Synodalität[1] in erster Linie das «gemeinsame Vorangehen» junger Menschen unter sich (zu fördern). Sie ermutigt junge Menschen zu synodalen Prozessen, die sich von demokratischen Prozessen insofern unterscheiden, als dass sie mehr auf Konsens anstatt auf Mehrheiten ausgerichtet sind. OKJ anerkennt dabei, dass junge Menschen des Öfteren andere Findungsprozesse und Diskussionsformate als Erwachsene bevorzugen. Darum schafft die OKJ für junge Menschen Räume, in denen sie untereinander Themen und Meinungen bearbeiten und gemeinsam nach konsensfähigen Lösungen und Antworten ringen können, bevor sie damit «nach aussen» treten.

Dialog zwischen den Generationen

OKJ sieht sich verpflichtet den Stimmen der jungen Menschen in der Gesellschaft und Kirche Gehör zu verschaffen und lädt daher immer auch zum Dialog zwischen den Generationen ein, der ein «gemeinsames Vorangehen» zum Ziel hat. Insbesondere setzt sich die OKJ dafür ein, dass junge Menschen in pastoralen und staatskirchenrechtlichen Prozessen der katholischen Kirche repräsentativ vertreten sind. Sie ist daher auf pastoraler Ebene bestrebt, junge Menschen für das ‹gemeinsame Vorangehen› zu motivieren und die erforderlichen Vorprozesse mit jungen Menschen durchzuführen.

 

[1] Synodalität darf gerade im Schweizer Kontext nicht mit den demokratisch verfassten «Synoden» und «Synodalversammlungen» der staatskirchenrechtlichen Körperschaften verwechselt werden. Zum Begriff und Verständnis von Synodalität vgl.