5.7                 Geschützte Integrität

OKJ schützt junge Menschen aktiv vor jeglicher Form der Ausbeutung, des Missbrauchs und der Diskriminierung, indem sie offen kommuniziert und Stellung bezieht. Als Teil der kath. Kirche arbeitet OKJ aktiv an der Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt in der kath. Kirche mit, um daraus greifende Präventionsmassnahmen entwickeln zu können. Sie arbeitet dabei mit den Verantwortlichen ihrer Trägerschaften zusammen und trägt so zur Weiterentwicklung von Schutzkonzepten[1] bei. OKJ tauscht sich offen mit jungen Menschen über die skandalöse Seite der kath. Kirche aus. Sie tut dies im Bestreben, dass daraus Widerstandkraft und Sensibilität bei den jungen Menschen erwächst.

OKJ ist sich dem Gefälle in (seelsorgerlichen) Beziehungen mit jungen Menschen bewusst und reflektiert diese regelmässig, um das geforderte Mass an Sensibilität zu gewährleisten. Bei Formen des geistigen Missbrauchs oder der Missachtung katholischer Vielfalt der Glaubenswelt, interveniert die OKJ mit der geforderten Intensivität. Dem Klerikalismus hält sie entgegen, dass das «empfangene Amt» (CV 98) ein mit Selbstlosigkeit und Grossmut anzubietender Dienst ist.[2]

 

[1] Aufgrund der Richtlinien «Sexuelle Übergriffe im kirchlichen Umfeld» der SBK wurden/werden Schutz-konzepte auf diözesaner Ebene entwickelt. Diese gilt es aufgrund von erweiterten Kenntnissen stetig weiterzuentwickeln.

[2] Vgl. CV 98 bzw. Ansprache zur Eröffnung der XV. Ordentlichen Generalversammlung der Bischofssynode (3. Oktober 2018): L’Osservatore Romano (dt.), Jg. 48 (2018), Nr. 41 (12. Oktober 2018), 3.